Goodbye Projektbegleitung – Hello Coaching
Stand: 09.01.2026
Warum ich meinen Beratungsansatz ab 2026 verändere
In den letzten Jahren habe ich viele Unternehmen bei der Digitalisierung des Rechnungswesens begleitet. Dabei ging es meistens um sehr praktische Unterstützung rund um Themen wie E-Rechnung, Prozesse, Systeme und Zusammenarbeit zwischen Rechnungswesen und IT.
Lange Zeit hat das klassische Modell der Projektbegleitung gut funktioniert. Ich war Teil eines Projekts, habe Aufgaben übernommen, Workshops moderiert, Engpässe ausgeglichen und Teams durch kritische Phasen getragen.
Doch die Welt im Rechnungswesen verändert sich – und damit verändert sich auch meine Rolle.
Was ich zunehmend erlebt habe
Digitalisierungsprojekte im Rechnungswesen sind heute anders als noch vor wenigen Jahren.
Ich sehe immer häufiger diese Muster:
- Projekte dauern länger als geplant
- Prozesse sind vernetzter
- immer mehr Abteilungen sind beteiligt
- Rollen verändern sich während des Projekts
- Verantwortung verschiebt sich in das Unternehmen hinein
- und: Auftraggeber erwarten, dass externe Experten „immer da“ sind
Gerade in den entscheidenden Phasen – Testläufe, Migrationen, Anpassungen – wird der Bedarf an externer Unterstützung am höchsten.
Und genau dann passiert etwas, das niemand plant:
Es gibt nicht nur ein Projekt, das gerade „heiß läuft“, sondern oft mehrere gleichzeitig.
Ich musste feststellen:
Ich kann nicht überall zur gleichen Zeit sein.
Und noch wichtiger: Das sollte ich auch gar nicht versuchen.
Aus Projektbegleitung 2025 wird Coaching 2026
Ich habe deshalb eine klare Entscheidung getroffen:
Ich stelle die klassische Projektbegleitung ein.
An die Stelle eines zeitintensiven Mitwirkens tritt eine neue Form der Unterstützung:
Coaching, Sparring und Befähigung von Menschen im Unternehmen.
Damit vollziehe ich einen bewussten Rollenwechsel:
- Weg von „Ich mache im Projekt mit“
- Hin zu „Ich unterstütze Teams, damit sie es selbst machen können“
Diese Veränderung ist keine Abgrenzung von meiner bisherigen Arbeit – sie ist eine Weiterentwicklung.
Warum ich diesen Schritt gehe
1. Projekte sind zu groß für externe Einzelressourcen
Wenn mehrere Bereiche gleichzeitig bewegt werden, hilft punktuelle externe Arbeit nur bedingt.
Entscheidungen und Verantwortung müssen ins Unternehmen hineinwachsen.
2. Spitzenbelastungen sind nicht planbar
In vielen Projekten entstehen kurze, aber sehr intensive Phasen.
Ich kann diese Last nicht dauerhaft tragen, und Unternehmen sollten nicht darauf bauen.
3. Wissen muss intern aufgebaut werden
Ich möchte, dass Unternehmen nach einem Projekt nicht wieder von vorne anfangen.
Das gelingt nur, wenn Know-how im Team bleibt.
4. Nachhaltigkeit schlägt Feuerwehr
Ein Coach stärkt Menschen.
Ein Projektbegleiter löst Aufgaben.
Beides hat seinen Platz – aber ich setze künftig auf das Erste.
Meine neue Rolle: Lotse statt zusätzlicher Hände
Ich begleite weiterhin Unternehmen mit denselben Themen wie bisher:
- E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung, Peppol)
- Digitalisierung des Rechnungswesens
- Zusammenarbeit zwischen ReWe und IT
- Einführung neuer Rollen im Finanzbereich
Der Unterschied liegt im Wie.
Ich bin künftig:
- Sparringspartner
- Wegweiser
- Wissensvermittler
- Moderator bei Entscheidungen
- Ansprechpartner für Stolpersteine
Ich übernehme keine operativen Aufgaben mehr.
Ich baue Brücken – aber die Schritte gehen die Teams selbst.
Wie Coaching im Projektalltag aussieht
Coaching bedeutet für mich:
- regelmäßige kurze und intensive Online-Sessions (45–60 Minuten)
- klare Aufgaben und Verantwortlichkeiten pro Woche
- Fokus auf Prioritäten statt Agenda-Überfrachtung
- kurze Kommunikationswege
- Unterstützung für Projektleiter, Key-User und Fachbereiche
- Denken und Entscheiden lernen statt Aufträge abgeben
Auf diese Weise entsteht im Unternehmen Orientierung – unabhängig von einem externen Kalender.
Wer besonders profitiert
Ich habe drei Gruppen identifiziert, für die diese Form der Begleitung besonders wertvoll ist:
- Projektleiterinnen und Projektleiter
aus Rechnungswesen oder IT, die Verantwortung tragen, aber nicht alles selbst wissen können. - Mitarbeitende im Rechnungswesen
die durch die Digitalisierung neue Rollen erhalten – zum Beispiel Key-User, Systemverantwortliche oder Fachprozess-Botschafter. - IT-Teams
die eng am Finanzbereich arbeiten, aber nicht immer tief im Rechnungswesen stecken.
Dazu kommen weitere Rollen:
- Führungskräfte
- Abteilungen wie Einkauf, Vertrieb, Controlling
- externe Partner, die eingebunden sind
Ich unterstütze sie dabei, die neuen Aufgaben zu meistern – ohne sie zu übernehmen.
Was Unternehmen dadurch gewinnen
Unternehmen profitieren langfristig stärker als bei klassischer Projektbegleitung:
- internes Wissen wächst
- Abhängigkeit von Einzelpersonen sinkt
- Teams entscheiden schneller
- Rollen im Rechnungswesen entwickeln sich weiter
- Kosten sind planbar
- Engpässe werden intern gelöst
- digitale Strukturen werden stabiler
Statt „eine Aufgabe abzugeben“ entsteht echte Veränderung.
Was Coaching nicht ist
Um Mißverständnisse zu vermeiden:
Coaching ersetzt nicht:
- operative Umsetzung
- Datenmigrationen
- Systemanpassungen
- klassische Projektplanung
Es geht nicht darum, „mitzuarbeiten“,
sondern darum, Menschen arbeitsfähig zu machen.
Ein persönliches Fazit
Dieser Schritt fühlt sich richtig an – fachlich, strategisch und menschlich.
Ich möchte Unternehmen nicht mehr als zusätzliche Kraft im Projekt begleiten.
Ich möchte Menschen befähigen, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen selbst zu gestalten.
Digitalisierung ist kein Werkzeugthema mehr.
Sie ist ein Mitarbeiter- und Teamthema.
Deshalb sage ich ab 2026:
Goodbye Projektbegleitung – Hello Coaching.
Mein Ziel bleibt das gleiche wie immer:
Rechnungswesen erfolgreicher, sicherer und digital besser aufzustellen.
Nur mit einem neuen Weg dahin.
Weiterführende Schritte
Ein kostenloses Erstgespräch kann online gebucht werden.
Dort können wir gemeinsam klären, welches Coaching-Format zu Ihrem Unternehmen und zu Ihrer aktuellen Situation passt.
